Personal Revolution

14. Dezember 2018
k-klangträger

Sie will keine Künstlerin sein, dann wäre sie ja etwas besonderes. Die Gefahr des Scheiterns wäre zu groß. Sie will nur das bisschen Sicherheit in der Zukunftsangst, in dem alltäglichen Wahnsinn. Ihren Glauben hat sie ausgetauscht. Versicherungen gegen Feuer, Erdbeben und alle Arten von Schäden sollen ihr das bisschen Sicherheit geben, doch im Refrain von “alarming derangement” bricht wieder alles zusammen. “See me fall!” ist diewieder und wieder gesungene Zeile, die im Ohr bleibt.

Sängerin Judith Poppe erzählt in ihren Texten Geschichten vom Gefühl des Verlorenseins und der Unsicherheit in dieser Welt, vom Unverständnis und der Wut auf die Verhältnisse und der Ungeduld, dass sich diese endlich ändern mögen.”I don’t see no point in fighting, for a job that doesn’t make sense”, heißt es etwas in dem Songs “Poetry and Punkrock”. Zwischen diesen beiden Polen sitzt die Protagonistin und sieht ein, dass sie davon allein ihre Rechnungen nicht bezahlen kann.

Die erste Single ist „Bottle of Champaign“. Eine (post)punkige Uptempo-Nummer zu tanzen und mitbrüllen. Die Protagonistin  schildert, wie ihren eigentlichen Auftrag nicht erfüllen konnte und schreit schließlich in die Runde „All I brought is this bottle of Champaign“. Der Song ist auch eine Metapher auf das Sich-Fremd-Fühlen und den Wahnsinn in dieser Welt. Auf der Kostümparty als einzige ohne Verkleidung ankommen, daneben stehen, sich nicht zugehörig fühlen, aber immerhin ne Flasche Schampus…

Share: